Trainingslager Pesaro 2019

Wenn der Wecker am ersten Samstag der Osterferien früher klingelt als am Tag zuvor, dann ist es wieder soweit und das Trainingslager der U18+ steht an. So hieß es für 13 motivierte Athletinnen, sowie Trainer Manni und Marina, alias Coach M Senior und Junior, ab nach Italien.

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Als wir nach verschlafenen 8 Stunden Busfahrt endlich in Pesaro ankamen, mussten wir erst einmal feststellen, dass, obwohl das Trainingslager dieses Jahr fast einen ganzen Monat später beginnt als 2018, ein erstaunlich kalter Wind blies. Nach kurzer Parkplatzsuche entschieden wir uns dann doch direkt auf der Straße vor unserem Hotel „Napoleon“ stehen zu bleiben, um sämtliches Gepäck und Schuhtaschen auszuladen. An Frösteln im Küstenwind war nun nicht mehr zu denken, denn es hieß kurzerhand Treppenlaufen, um unsere Zimmer im 5. Stock zu besichtigen (Das Gepäck durfte selbstverständlich gestapelt im kleinen Hotelaufzug nach oben fahren). Nach kurzer Inspektion unserer Unterkunft lautete das Urteil: schöner Ausblick aufs blaue Meer, nette blaue Wandfarbe, Bettdecke und Badfliesen, sowie gemütlich wirkende blaue Liegen auf der Dachterrasse. Alles in allem: Blau 😉.

Noch vor dem Abendessen (Vorwarnung: Geschirr und Tischdecken selbstverständlich auch in Blau) stand die erste Trainingseinheit, bestehend aus einem 20-Minütigen Dauerlauf und kleinen Gruppen-Koordinationsübungen, die nicht nur bei den Athleten, sondern vor allem bei den sich versammelnden Zuschauer für das ein oder andere Schmunzeln sorgte, an der Strandpromenade an.

So machte bereits der erste Tag Vorfreude auf die bevorstehende Woche.

Pünktlich um 7:30 Uhr stand die versammelte Mannschaft am Frühstücksbuffet, welches vor allem durch eine große Auswahl an Süßspeisen bei dem ein oder anderen zu Entzücken führte. Gestärkt ging es im Anschluss für alle außer Manni und Katharina, welche die Geräte im Bus mitnahmen, im Laufschritt zum Stadion. Unser Plan, auf kürzestem Weg das Ziel zu erreichen, wurde jäh von einem Fluss durchkreuzt, der sich zwischen uns und dem Stadion seinen Weg bahnte. Doch schon beim Heimlaufen erkannten wir unseren Fehler, sodass die Laufstrecke um einiges kürzer und angenehmer wurde. Da, abgesehen vom FCA, noch kein anderer Verein im Stadion war, konnte die erste Trainingseinheit, bestehend aus Hürden und Hochsprung reibungslos ablaufen. Nach dem Mittagessen, welches durch ein 3-Gänge Menü mit großem Salatbuffet überzeugte, galt es, die kurze Pause zu nutzen, um sich auf die bevorstehenden Sprints und den Speerwurf vorzubereiten. Verdient ging es danach für den ein oder anderen in den Hoteleigenen Wellnessbereich, wo vor allem der Whirlpool große Beliebtheit fand.

Mit einer kurzen Runde Werwolf klang auch der 2. Tag gemütlich aus.

Tag für Tag stiegen nun auch die Temperaturen und somit auch die Motivation und Begeisterung der Athleten, nicht nur im Training, sondern auch in den Pausen in der Sonne zu brutzeln. Der freie Nachmittag am 3. Tag wurde mit einer kleinen Stadttour und Shoppen in der Innenstadt Pesaros genutzt und auch das italienische Eis durfte natürlich nicht fehlen. Nach und nach kamen immer mehr Trainingsgruppen an den Sportplatz und auch unser Hotel gewann zunehmend an Beliebtheit. So hieß es schon bald am Salatbuffet anstehen, bzw. die Schlange geschickt zu umlaufen, um noch etwas vom geliebten Mais zu ergattern 😉. Nachdem auch auf der Dachterrasse Tag für Tag weniger Liegen frei waren, entschieden wir uns kurzerhand, den FKK-Bereich in den FCA-Bereich umzubenennen. Diesen nutzten wir täglich, beispielsweise an Tag 4, an welchem wir nach einer anstrengenden Strandeinheit ein Entspannungsverfahren von Kathi anwendeten. Doch auch hier hieß es erst einmal (bis zu 15 Minuten!) auf den Aufzug zu warten, welcher der einzige Weg nach oben war und mit steigender Hotelgastzahl natürlich stark in Betrieb war.

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Neben sämtlichen Techniken in Sprint, Weitsprung, Kugelstoßen und Co. wurden auch die Tanzkünste einiger Athletinnen perfektioniert, sodass der High School Musical Tanz noch am Ende der Woche filmreif war. Nebenbei wurden von Marina erste Vorbereitungen für unsere Vorführung bei der nächsten Weihnachtsfeier durchgeführt und geprobt und auch mental wurden wir gut auf die kommende Saison vorbereitet.

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In Vorfreude auf den freien Vormittag an Tag 6 kam es am Donnerstag zur ersten und glücklicherweise einzigen Verletzung als Helena beim Staffellaufen aus dem Tritt kam und kurzerhand den Boden küsste, wodurch sie sich einige Schürfwunden zuzog. Trotz allem ging es an besagtem freien Donnerstag-Vormittag für ein paar der Athleten Richtung Naturschutzgebiet, wo sie nach einigen erklommenen Höhenmetern mit einer schönen Aussicht auf das Meer und Pesaro belohnt wurden. Da, dank des fehlenden Pro7-Senders, an diesem Abend kein „GNTM“ geschaut werden konnte, wurde kurzerhand selbst ein kleines Fotoshooting durchgeführt, ehe am Nachmittag erneut Hochsprung und Hürdenlauf auf dem Plan standen.

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Bevor es am Samstagvormittag schon wieder auf die Heimreise ging, stand um 7 Uhr noch eine letzte Einheit an der Strandpromenade an, welche zudem dabei half, möglichst viel beim Frühstück zu essen, um möglichst wenig vom mitbekommenen Lunch-Paket essen zu müssen. Durch das Trainingslager ausgepowert aber glücklich ging es dann ohne große Zwischenfälle zurück nach Aschheim.

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