Nachdem das geplante Trainingslager an Ostern, der Saisoneinstieg im Mai sowie alle weiteren Wettkämpfe im Juni ausfielen war es nicht sicher, ob und wie dieses Jahr überhaupt noch Wettkämpfe  stattfinden dürfen.

Mit besonderem Hygieneschutzkonzept des Bayerischen-Leichtathletik-Verbandes (u.a. keine Zuschauer erlaubt) wurde es den Athleten ermöglicht, dieses Jahr doch noch einigen Wettkämpfe zu bestreiten. Der Bezirk Oberbayern leitete die sogenannte „late season“ mit dem „Auf geht’s Meeting“ am 19.07.20 in Erding ein. Aus der Altersklasse U16 an den Start gingen Nikolas Leutheuser, Paula Puchner, Julia Stengl, Alina Hilger, Luise Heinz und Isabelle Kailich. An diesem Tag besonders geglänzt  haben Nikolas, der seine Bestleistung im Weitsprung um starke 63cm steigern konnte (5,26m!) und Isabelle Kailich, die im Kugelstoßen zum ersten Mal die 11-Meter Marke geknackt hat (11,24m!).

25.07.20 Bayern-Top Meeting in Germering

Am Wochenende darauf stand schon der nächste Formtest an. Nach langer Pause stieg Daniel Maier (U20) wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Er sicherte sich im 100m Sprint mit 11,65s gleich die Qualifikationsleistung für die Bayerischen Meisterschaften. Bei den Frauen an den Start gingen Katharina Grimm, Anna Schug und Vanessa Neubauer. Alle zeigten solide Leistungen, konnten jedoch noch nicht ganz an ihr ursprüngliches Leistungsvermögen anknüpfen. Michelle Frank hingegen zeigte ihre starke Form im Weitsprung und verbesserte ihre persönliche Bestleistung (PB) auf starke 5,68m. Auch Alexandra Maier überzeugte mit einer neuen PB im Diskuswurf (31,74m). In der U16 startete Philipp Esser über die 100m und im Weitsprung, wo auch er sich eine neue Bestleistung sicherte. Auch die Mädels der U14 ließen sich von der langen Trainings- und Wettkampfpause nicht beeinflussen. Anna Findeisen und Zita Bachmeier starteten beide über die 75m und im Speerwurf und sicherten sich in beiden Disziplinen eine neue Bestleistung. Chiara Wildner sammelte in vier Disziplinen gleich vier neue persönliche Bestleistungen. Besonders hervorzuheben ist ihre Leistung im Weitsprung. Mit starken 4,74m holte sie sich in der Altersklasse W12 den Tagessieg. Nina Karnoll durfte sich ebenfalls über eine neue persönliche Bestleistung über die 75m freuen. Mit guten 10,62s belegte sie in der W12 den fünften Rang.

25./ 26.07. Mehrkampf-Meisterschaften in Bad Endorf

Gleichzeitig fanden an diesem Wochenende noch die Mehrkampf-Meisterschaften für die U16 statt. Für die Aschheimer Mädels Paula Puchner, Luise Heinz, Alina Hilger und Isabelle Kailich war das der erste 7-Kampf in ihrer sportlichen Laufbahn. Wie das beim 7-Kampf oft so ist, verlief er auch an diesem Wochenende mit einige Höhen und Tiefen. In der W15 übertraf Paula ihre Bestmarke im Kugelstoßen (8,43m) und über die abschließenden 800m (2:44M). Auch Alina Hilger durfte sich über eine neue persönliche Bestleistung im Speerwurf (29,41m) freuen. Luise Heinz steigerte ihre persönliche Bestleistung im Kugelstoßen (8,45m) um starke 1,66m. In der Gesamtwertung belegte Paula Rang 4, Alina Rang 8 und Luise Rang 9. Allen drei Mädels gelang es zusätzlich die benötigte Punktzahl für die Teilnahme an den Bayerischen-Mehrkampfmeisterschaften zu holen. In der Mannschaftswertung belegten Paula, Alina und Isabelle zudem den 3. Platz.

In der jüngeren Altersklasse W14 trat Isabelle mit dem Ziel an, sich die deutsche Qualifikationsleistung im 7-Kampf (3.000P) zu sichern. Leider konnte sie über die zwei Tage in fast keiner Disziplin ihr eigentliches Leistungspotential ausschöpfen. Einen Lichtblick gab es im Speerwurf, wo sie sich über eine neue PB freuen durfte (28,04m). Nach dem Speerwurf begann die Rechnerei. Welche Zeit muss ich über die abschließenden 800m laufen um die benötigte Punktzahl doch noch zu schaffen? Durch ihr beherztes Rennen kam sie am Ende auf 3.007 Punkte und sicherte sich somit ganz knapp das Ticket für die Deutschen-Jugend-Mehrkampfmeisterschaften. Diese finden mit begrenzter Teilnehmerzahl Ende August in Halle an der Saale statt. 

Das Fazit der Mädels zu ihrem ersten 7-Kampf: „Das war ja gar nicht so schlimm wie wir uns vorgestellt haben.“

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