TSV Siegsdorf – FC Aschheim 3:1 (2:0)

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Beide Teams hatten lediglich vier Punkte auf dem Konto. Daher zählte sowohl für die Gastgeber als auch für den FC Aschheim nur ein Sieg.

Das Team von Coach Seethaler verschlief die Anfangsphase jedoch komplett. Bereits nach zwei Minuten ging Siegsdorf in Führung. Ein langer Ball überraschte die Abwehrreihe und plötzlich stand der Stürmer allein vorm Torwart und verwandelte souverän ins lange Eck.

Diese kalte Dusche konnte der FCA nicht so leicht abschütteln. In der Folge kam Siegsdorf mehrmals über die schnellen Außenspieler gefährlich vors Aschheimer Tor. Ein erstes Lebenszeichen setze Vincent van Essen in der 12. Spielminute mit einem Schuss aus 20 Metern. Dieser verfehlte das Tor nur knapp. Insgesamt fehlte der letzte Zug zum Tor und die lückenhafte Abwehr ermöglichte den Gastgebern immer wieder Torchancen.

Nach der wetterbedingten Trinkpause fand der FCA besser in Spiel und konnte mehr Akzente nach vorne setzen. Genau in dieser Phase viel der vorentscheidende Treffer für Siegsdorf.

Erneut war es ein langer Ball, der den Stürmer der Gastgeber in Szene setze. Dieser stand dabei klar im Abseits, was das Schiedsrichtergespann aber übersah. Deshalb stand er wieder allein vor dem Tor und lupfte den Ball sehenswert in der 41. Spielminute zum 2-0 ins Netz. Somit war das Spiel so gut wie entschieden.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff rettete die Latte nach einem erneut langen Ball hinter die Abwehrkette den dritten Siegsdorfer Treffer. Dieser „Hallo wach“ Effekt brachte die Aschheimer Elf nun besser ins Spiel. Lediglich die fehlende Chancenverwertung verhinderte den Anschlusstreffer. So vergab Vincent van Essen freistehend aus 15 Metern.

Kurz danach die Entscheidung. Wie auch schon bei den ersten beiden Treffern war wieder ein langer Ball der Ausgangspunkt. Ein Missverständnis zwischen Keeper und Abwehr ermöglichte dem Siegsdorfer Angreifer den dritten Treffer. Von der Strafraumgrenze konnte er den Ball mühelos ins leere Tor lupfen.

Passend zu diesem gebrauchten Tag musste auch noch Alessandro Luzzi in der 79. Minute nach einer Notbremse mit der roten Karte das Feld vorzeitig verlassen.

Diese Entscheidung sorgte beim Team aber für eine „jetzt erst recht“ Reaktion. Nur drei Minuten später verkürzte Michael Baumgärtl nach einer Freistoßflanke vom rechten Strafraumeck per Direktabnahme aus zehn Metern zum 3:1.

Am Resultat änderte der Anschlusstreffer nichts mehr. Nach 90 Minuten steht der FC Aschheim wieder mit leeren Händen da. Sportdirektor Steffen Tripke äußert sich entsprechend enttäuscht: „Diese Unachtsamkeiten in der Defensive werden eben eiskalt bestraft. Wenn man die wenigen Möglichkeiten nicht nutzt, gewinnt man so ein Spiel einfach nicht.“

Am kommenden Freitag wartet die nächste schwierige Aufgabe. Um 19:30 Uhr kommt der Tabellenführer VFB Forstinning in den Sportpark.

Kommentare sind geschlossen.